Sonntag, 22. März 2015

Milchfrei - unser Abnabeln

So schnell vergehen die Tage...
.... und der Schmerz ist noch immer da!

Das letzte Mal Milch hat es am 12.03.2015 gegeben...... 
9 Nächte sind nun "Milchfrei" vergangen, 
aber in ihren Gedanken ist ihre Milch noch sehr gegenwärtig!




Zum Einschlafen liegt sie auf mir,
jeden Abend,
Körperkontakt und Nähe sind im Moment fast schon Überlebenswichtig...

"Bald bin ich wieder ganz klein, gell Mama? Dann bekomm ich wieder meine Milch!"

Ich weiß nicht ob ihr euch vorstellen könnt,
wie sehr dieser Satz im Herzen weh tut..... :( 

Wenn ich mich umziehe, hüpft sie vor mir auf dem Bett und strahlt übers ganze Gesicht, freut sich wie ein Honigkuchenpferd....

"Juhuuu meine Milch ist wieder da!"

Ich hatte so gehofft,
dass es mit den Tagen besser wird,
wenigstens ein bischen.....

So liegen wir Abend für Abend im Bett, sie liegt auf meinem Bauch, schmusend, ich halte sie ganz fest, sie grubelt und zwickt in meine Oberarme, wie sie es immer auch beim Stillen gemacht hat.... Erzählt mir, dass sie bald wieder klein ist und bald wieder ihre Milch bekommt..... 

Und hat sie es dann in den Schlaf geschafft, kommen mir wieder die Tränen.....

Wie schwer muss es für sie sein, nicht mehr ihre Milch zu bekommen?
Wie schwer dieses Bedürfnis nicht mehr stillen zu können?
Diese "Gewohnheit" und dieses Vertraute, das einfach von Anfang an da gewesen ist, nicht mehr zu haben.... Es verloren zu haben *für immer* .......

Und ich bin noch immer sehr wütend auf mich, 
dass ich das Abstillen, das Abnabeln,
so überstürzt und unüberlegt 
hinter mich bringen wollte.....
Dass ich es beschlossen und durchgezogen habe,
ohne wirklich darüber nachzudenken :( 

Ich weiß,
dass dieser Schritt so oder so,
früher oder später
gekommen wäre,
darum geht es mir auch nicht,
ABER
ich
HÄTTE
 sie darauf vorbereiten UND sie mit einbeziehen müssen!
DAS wäre meine Pflicht gewesen!!!!
Und nicht sie so eiskalt damit zu überfahren!

Und deshalb, 
bitte,
wenn für euch der Zeitpunkt gekommen ist,
abstillen zu wollen,
dann macht es MIT eurem Kind zusammen :(
Seit nicht so dumm wie ich es gewesen bin!!!!!




Das ausgesuchte Kikaninchen möchte sie jetzt auch gerne wieder zurück bringen.....


1 Kommentar:

  1. Vielen herzlichen Dank, dass du über euer Abstillen schreibst. Ich habe deine Beiträge gelesen und Tränen in den Augen und einen ganz dicken Knödel im Hals. Steht das Abstillen von meinem 2,5 jährigen Sohn doch bevor.

    Ich werde ihn einbeziehen und mit ihm reden. Auch wenn ich mir noch nicht recht vorstellen kann, ob das gut klappen wird, dieses Abschied nehmen. Geht das Abstillen doch von mir aus, ich glaube, er würde noch ganz lange weiterstillen. Ich verstehe ihn auch, genau wie du schreibst, dieses Vertraute, die Wärme, (Seelen)Nahrung von Anfang an, er kennt es nicht anders... Ich liebe stillen auch, aber in letzter Zeit wird es mir teilweise zu anstrengend oder ich bin genervt, wenn er ab 5 Uhr früh meist ohne "Busen" gar nicht mehr schläft. Und ich habe Angst, dass ich mir durch Hinauszögern meiner Entscheidung die wunderbare Stillbeziehung kaputt mache, nur weil ich aus meiner Angst, dass es uns beiden weh tut, weiterstille, obwohl ich es nicht mehr wirklich will.

    Also steht nun ein Datum in naher Zukunft fest.

    Aber ich kann jeden Satz, den du schreibst, verstehen.

    Hast du deiner Tochter schon gesagt, dass du so wütend auf dich bist? Mit ihr geredet, was du anders machen hättest sollen? Dass es dich auch unglaublich traurig macht, ihr die Milch zu nehmen, aber du nicht mehr stillen magst? Mit ihr gemeinsam geweint? Vielleicht kann sie dann ihren Frieden damit schließen, wenn sie auch weiß, was dich dabei quält?

    Vielleicht könnt ihr das Kikaninchen mal wegräumen, und sie holt es raus, wenn sie groß genug dafür ist? (Ich kann mir vorstellen, wie weh es dir tut, dass sie es zurückbringen möchte!) Ich finde, sie darf auch klein sein, ganz klein, von dir wie ein Baby getragen und in den Schlaf geschaukelt und gekuschelt zu werden... ich bin mir sicher, dass Kinder sehr gute Strategien entwickeln, mit solchen Abschieden umzugehen. (Ich muss mir das in wenigen Wochen wahrscheinlich selbst auch mehrmals sagen...)

    Ich wünsche dir von Herzen alles Gute!!
    Selina


    PS: Ich hatte gerade schon einen Post hier geschrieben, aber das hat scheinbar nicht geklappt, sonst bitte einen löschen.

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