Freitag, 6. April 2018

Impulsive Reaktionen.....

....die sind man von mir eigentlich nicht gewohnt.....

Und doch passiert es mir *hin und wieder*, dass auch ich von Gefühlen geleitet, einfach reagiere, ohne darüber nach gedacht zu haben, ohne mir Gedanken darüber gemacht zu haben, weil es einfach in dieser Situation so ist, wie es ist und mich etwas trifft, wo ich nicht geordnet reagieren kann.... Und in dem Moment wahrscheinlich auch einfach nicht will..  nicht so fühle....  Was bedeutet Impulsivität?
Was sind Emotionen, wenn sie nicht echt sind???

Es kommt sehr selten vor, dass ich das nach außen raus lasse, meist spielt es sich einfach in meinen Kopf ab..... Und ich melde mich erst wieder, wenn ich es für mich verarbeitet habe.

Nun wird mir dieser eine Vorfall vorgehalten..... Ein Moment an den ich mich nicht mehr erinnere,ihn mir nur *irgendwie* selbst erklären kann, weil ich mich kenne......

Von mir wird das nicht erwartet..... Es wird gedacht, angenommen, man ist es gewohnt, das ich für andere Sorge trage, dass mir meine Lieben am Herzen liegen, ich sie niemals verletze oder in ihrem Schmerz alleine lasse, dass ich helfe wo und wie ich nur kann, Verständnis und Empathie zeige (und sie auch ehrlich so meine).
Man ist gewohnt, dass ich da bin !
Man ist gewohnt, dass ich alles stehen und liegen lasse, um zu Helfen, Verständnis aufbringe, Lösungen finde oder nur einfach zuhöre !
Und ich mach das gerne!
Ich nehme in den Arm, ich höre zu, ich Stelle mich immer hinten an, damit es denen, die ich liebe, nicht schlecht geht !

Das war schon immer so, das wird immer so sein, ich denk das zeichnet mich aus, macht mich zu dem Menschen, der ich bin,
ABER
..... Aber ich frage mich, WARUM darf ich nicht auch einmal so tief verzweifelt, verletzt sein, dass ich mich im Schmerz gehen lassen darf?
Warum wirft man mir aus einem Moment gesagte Worte ewig lange vor, die ich wohl gesagt habe, aber wohl nur, weil es mich in diesem Moment wütend gemacht hat, dass ich nicht auch Mal die sein darf, die Hilfe in Anspruch nimmt. Verständnis bekommt, deren Schmerz ernst genommen wird......
Warum darf mir *nicht Mal* in solchen Situationen *egal* sein, wie es meinem Gegenüber geht? Warum muss ich selbst dann, wenn meine Welt kaputt zu gehen droht, für andere da sein und diese Auffangen, wo es doch eigentlich um mich geht?

Das ist etwas das ich nicht verstehe und auch nie verstehen kann. Nie verstehen werde.

Ich bin auch da, ich habe auch Wut und Trauer in mir, auch wenn ich sie nicht in diesem Außmaß zeige, wie manch andere.....auch wenn ich immer für andere da bin, so möchte auch ich, dass man für mich genau so da ist, mir Gesagtes verzeiht, weil man versteht, dass es in diesem Moment einfach nur der Schmerz ist, der aus mir raus gesprudelt ist..... So wie ich es versuche und verzeihe und einfach "überhöre"......

Es beschäftigt mich seit Wochen, obwohl es nun schon Jahre her ist, dieser eine Moment..... Ein klitze kleiner Moment, in dem ich mich, meine Emotionen, meinen Schmerz, nicht im Griff, nicht unter Kontrolle hatte...... Und der mir zum Vorwurf gemacht wird.....

Ich weiß nicht..... Wenn es einem seelisch so schlecht geht, dann funktioniert der Kopf nicht richtig, er filtert anderst, er nimmt Dinge anderst auf, oder gar nicht..... Da er so voll ist mit Gedanken, mit Fragen, mit Ängsten und all dem.... Man vergisst so viel..... Man nimmt vieles einfach nicht mehr wahr.....

Wenn das Gegenüber weiß, das es einem schlecht geht, dann sollte derjenige vielleicht einfach drüber stehen, klare Worte sprechen, oder einfach nur in den Arm nehmen, da sein und denken "Oke, ist jetzt so, ich werde mit dir evtl drüber reden, wenn es dir besser geht, auch wenn es mich jetzt verletzt hat, ich lass dich nicht hängen, ich weiß du bist in einer Außnahmesituation! Ich weiß, du brauchst mich jetzt. Ich bin da!"

In Guten wie in schlechten Zeiten, auch in Freundschaften..... Blindes Vertrauen, ich darf so sein wie ich bin. Du darfst so sein, wie du bist ! Auch wenn es dir schlecht geht !!


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